Erasmus+ Toolkit - Let's Talk About Homelessness - 2022

Toolkit: „Let’s Talk About Homelessness“

Information zum neuen Erasmus+ Toolkit unter Beteiligung
von Ungarn, Slowakei, Spanien und Deutschland


Erasmus+

„EU programme for education, training, youth and sport“

… das ist das Programm der Europäischen Union zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa.

Das neue Erasmus+ Toolkit „Let’s Talk About Homelessness

Aus Deutschland haben fünf Projekte am neuen Erasmus+Toolkits“ mitgearbeitet: Das Armutsnetzwerk e. V. bei der Organisation und die restlichen als selbst vorgestellte Beispiele: Das Strassenradio, die Freistätter Online Zeitung und das Projekt Wohnungslosentreffen, aus dem sich mittlerweile die Selbstvertretung wohnungsloser Menschen e. V. (SwM) gegründet hat.

Allen beteiligten Menschen der im Handbuch vorgestellten 14 Projekte möchten als Beispiele verstanden werden, seinen Titel „Let’s Talk About Homelessness“ mit Leben zu füllen, und es durch seine Verbreitung dann zu einem „Werkzeug für eine integrative Gesellschaft“ zu machen.

Sein Titel könnte also auch heißen:
Bitte Nachmachen! – Wir helfen gern mit unseren Projekterfahrungen!“

(Die deutsche Version ist direkt als PDF-Datei unter diesem Link aufrufbar)

Die 14 Projekte und Initiativen stellen ihre Arbeit in diesem Handbuch vor, bei der für jedes Projekt immer wohnungslose (oder ehemals wohnungslose) Menschen im Mittelpunkt stehen.

Jedes Projekt leistet auf seine Art und Weise einen Beitrag:

  • zur Diskussion der Bedürfnisse und Probleme obdach- und wohnungsloser Menschen in unserer Gesellschaft,
  • zum Abbau von Vorurteilen gegenüber wohnungslosen Menschen,
  • um Methoden und Ansätze zu finden, bedürftigen Menschen eine helfende Hand zu bieten – anstatt sie zu verurteilen.

Über die Autoren-Gemeinschaft

So ist ein neues Erasmus+ Toolkit entstanden, an dem Menschen mit eigenen Erfahrungen von Wohnungslosigkeit

  • aus den Ländern Ungarn, Slowakei, Spanien und Deutschland
  • und als Experten in eigener Sache

… inhaltlich und auch als Autoren maßgeblich beteiligt waren.

Erasmus+ Toolkit - Let's Talk About Homelessness - 2022
Erasmus+ Toolkit – Let’s Talk About Homelessness – 2022

Gemeinsames Ziel aller 14 Projekte ist, unsere Gesellschaft aufzufordern, mehr über das Thema Obdachlosigkeit zu sprechen. Außerdem möchte dieses Handbuch als Anregung verstanden werden, die vorgestellten Ansätze, Projekte und Konzepte weiterzudenken, an eigene Bedürfnisse anzupassen und bei Gefallen weiter zu verbreiten. Alle beteiligten Initiativen und Projekte stehen für einen weiteren Austausch oder beratend dabei gerne zur Verfügung.

Der SwM e. V. möchte dieses Erasmus+ Toolkit einer möglichst breiten Öffentlichkeit vorstellen, das gerne weiter verbreitet und verwendet werden kann. Das Toolkit ist in Deutsch, Englisch, Slowakisch, Spanisch und Ungarisch jeweils als PDF-Datei erhältlich.

Die deutsche Version ist direkt als PDF-Datei unter diesem Link aufrufbar.

Nachfragen und Anregungen

Für weitere Informationen und Rückfragen zum Toolkit steht das Erasmus+ Deutschland Team gerne zur Verfügung:

Regina Amer, Michael Stiefel, Uwe Eger, Karsten Dunzweiler und Jürgen Schneider

Bitte wenden Sie sich an:
Jürgen Schneider
juerschneider35@gmail.com

Deutscher Partner des Erasmus+ Projektes:
Stiftung Bethel
Wohnungslosenhilfe Freistatt
Deckertstraße 20
27259 Freistatt

Niemand will auf der Straße leben!

Das sind alles Faulpelze
„Wie kann so etwas passieren, hier, in unserem Land?
Alkoholiker oder drogensüchtig …
… die meisten sind ja alle selbst schuld!

Das alles sind oft die standardisierten Vorurteile vieler Menschen, wenn sie Obdachlosen auf der Straße begegnen.

Aber jeder kann seine Wohnung verlieren — und das wird immer mehr Menschen in Deutschland mit jeder neuen Mieterhöhung bewusst. Anderen ist das durch die letzte Flutkatastrophe im Juli 2021 besonders zu Bewusstsein gekommen.

Dabei gilt: Wohnungslosigkeit hat viele Gesichter. Das Leben auf der Straße ist nur eines davon.

Die Selbstvertretung wohnungsloser Menschen (SwM e. V.) will Aspekte der Armut und Wohnungslosigkeit mehr ins Licht rücken.

Wer von Armut spricht, der kann von Reichtum nicht schweigen.

Gerechtigkeit statt Neid!

Als Interessenvertretung wohnungsloser Menschen wollen wir Menschen ermutigen und versöhnen. Wir fragen nach dem, was uns als Gesellschaft vereint, ohne dabei andere oder uns selbst zu verurteilen.

Unsere politischen Forderungen

… verstehen sich konstruktiv im Hinblick auf die Überwindung von sozialer Ungleichheit. Dafür treten wir ein, wach und schonungslos.

  • Für bezahlbare Wohnungen
  • Für angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • Für ein Recht auf angemessene Mobilität
  • Für ein Recht auf umfassende Aufklärung über die Rechte jedes Menschen im Sozialstaat und deren Durchsetzung
  • Für ein Recht auf angemessene Unterstützung in Notfällen

Not im Luxus – Armut hat viele Gesichter

(c) Hari Januschke und Jens Roggemann. Wir danken dem wdr Köln für die freundliche Überlassung.

Kein Mensch ist freiwillig obdachlos. Jeder kann seine Wohnung verlieren.

Dabei sind prekäre Arbeitsverhältnisse häufig der Ausgangspunkt für Mietschulden und Wohnungslosigkeit.

Die Selbstvertretung wohnungsloser Menschen (SwM e. V.) fordert präventive Maßnahmen:

Eine Zwangsräumung in die Wohnungslosigkeit muss gesetzlich ausgeschlossen werden.

Setzen Sie sich kraftvoll ein gegen eine weitergehende Spaltung der Gesellschaft, die von innen bedroht wird durch sich verfestigende Armut und soziale Ungleichheit.