Karl Lauterbach wird Gesundheitsminister

Die Selbstvertretung wohnungsloser Menschen SwM e.V. begrüßt die Benennung Karl Lauterbachs zum Minister für Gesundheit

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz hat heute Herrn Prof. Karl Lauterbach als neuen Minister für Gesundheit benannt.

Die Selbstvertretung wohnungsloser Menschen (SwM) begrüßt diese mit Spannung erwartete Personalie der neuen Bundesregierung und wünscht Herrn Professor Karl Lauterbach Energie und Durchsetzungskraft in seinem wichtigen Amt. Als bekanntermaßen streitbarer Politiker verspricht sich die SwM von Herrn Lauterbach den widerstandsfähigen Einsatz gerade für die Schwächsten der Gesellschaft.

Menschen ohne Wohnung sehen sich mitten in der Gesellschaft durch den Prozess von Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit stigmatisiert. Die Selbstvertretung wohnungsloser Menschen lädt Herrn Lauterbach dazu ein, den direkten Dialog mit wohnungslosen Menschen zu suchen. Wir brauchen ein breites Bündnis gegen die Ideologie der Ungleichwertigkeit in den Köpfen.

Armut nutzt. Sie wirkt für unsere Demokratie zersetzend. Die SwM als Interessenvertretung wohnungsloser Menschen kennt die Schwachstellen einer Gesellschaft, in der erwerbstätige Frauen häufiger von Wohnungslosigkeit betroffen sind als Männer. Niemand ist freiwillig obdachlos. Besonders prekäre Arbeitsverhältnisse sind häufig der Ausgangspunkt für Mietschulden und Wohnungslosigkeit.

Als Selbstvertretung wohnungsloser Menschen (SwM) wünschen wir uns den Dialog. Es gilt: Mit den Menschen reden. Nicht über uns!

Diesem Anliegen sollte sich Karl Lauterbach ganz konkret verschreiben. Wir laden herzlich ein zum Gespräch.

Die neue Bundesregierung muss die Hilfen für Obdachlose bundesweit einheitlich organisieren. Die SwM fordert vom neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Schaffung eines Obdachlosenbeauftragten. Damit es später nicht heißt: Egal, Karl!

Kontakt
Selbstvertretung wohnungsloser Menschen e.V. - Koordinierungsstelle -
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Niemand will auf der Straße leben!

Das sind alles Faulpelze
„Wie kann so etwas passieren, hier, in unserem Land?
Alkoholiker oder drogensüchtig …
… die meisten sind ja alle selbst schuld!

Das alles sind oft die standardisierten Vorurteile vieler Menschen, wenn sie Obdachlosen auf der Straße begegnen.

Aber jeder kann seine Wohnung verlieren — und das wird immer mehr Menschen in Deutschland mit jeder neuen Mieterhöhung bewusst. Anderen ist das durch die letzte Flutkatastrophe im Juli 2021 besonders zu Bewusstsein gekommen.

Dabei gilt: Wohnungslosigkeit hat viele Gesichter. Das Leben auf der Straße ist nur eines davon.

Die Selbstvertretung wohnungsloser Menschen (SwM e. V.) will Aspekte der Armut und Wohnungslosigkeit mehr ins Licht rücken.

Wer von Armut spricht, der kann von Reichtum nicht schweigen.

Gerechtigkeit statt Neid!

Als Interessenvertretung wohnungsloser Menschen wollen wir Menschen ermutigen und versöhnen. Wir fragen nach dem, was uns als Gesellschaft vereint, ohne dabei andere oder uns selbst zu verurteilen.

Unsere politischen Forderungen

… verstehen sich konstruktiv im Hinblick auf die Überwindung von sozialer Ungleichheit. Dafür treten wir ein, wach und schonungslos.

  • Für bezahlbare Wohnungen
  • Für angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • Für ein Recht auf angemessene Mobilität
  • Für ein Recht auf umfassende Aufklärung über die Rechte jedes Menschen im Sozialstaat und deren Durchsetzung
  • Für ein Recht auf angemessene Unterstützung in Notfällen

Not im Luxus – Armut hat viele Gesichter

(c) Hari Januschke und Jens Roggemann. Wir danken dem wdr Köln für die freundliche Überlassung.

Kein Mensch ist freiwillig obdachlos. Jeder kann seine Wohnung verlieren.

Dabei sind prekäre Arbeitsverhältnisse häufig der Ausgangspunkt für Mietschulden und Wohnungslosigkeit.

Die Selbstvertretung wohnungsloser Menschen (SwM e. V.) fordert präventive Maßnahmen:

Eine Zwangsräumung in die Wohnungslosigkeit muss gesetzlich ausgeschlossen werden.

Setzen Sie sich kraftvoll ein gegen eine weitergehende Spaltung der Gesellschaft, die von innen bedroht wird durch sich verfestigende Armut und soziale Ungleichheit.