Ab dem 20. Juli 2025 startete unser großes
Wohnungslosentreffen Herzogsägmühle 2025!
Sonntag, 20. Juli 2025
Das war der Anreisetag zum sommerlichen Zelt-Camp und Wohnungslosentreffen, das mit mit einem gemeinsamen Grill-Abend zum ersten Kennenlernen und Begrüßen startete.

Montag 21. Juli 2025
Ab Montag begann dann das abwechslungsreiche Programm des Wohnungslosenreffens.
Nach der Begrüßung durch Vereinsmitglieder und Vorstand stellte sich zunächst der Verein Selbstvertretung wohnungsloser Menschen e.V. selbst vor, um danach seine geschlossene Mitgliederversammlung abzuhalten und zwei neue Vorstands-Mitglieder und einige Regional-Leiter zu wählen.
Für Nicht-Mitglieder gab es eine Führung durch das liebliche Herzogsägmühle mit Gabi Fischer.
Nach der Mittagspause wurde ein sehr interessanter Vortrag zur Geschichte des Dorfes durch die Historikerin Babette Müller-Gräper angeboten mit anschließender Besichtigung von Mahnmal und Ausstellung zur NS-Vergangenheit in Herzogsägmühle, das 1894 als Arbeiterkolonie gegründet wurde.

Später gab es noch parallel zwei Beiträge zu den Themen
- Wohnungslose Minderjährige und junge Erwachsene
und - Digitalisierung (für wohnungslose Menschen).
Abendessen und Freizeitangebote (Kegeln, Kicker, Billard, Darts) im „Las Vegas“ (Freizeit-Bereich des Dorfes) beendeten der ereignisreichen ersten Tag.
Dienstag 22. Juli 2025
Dieser Tag beleuchtete das Spannungsfeld zwischen Politik und Wohnungslosenhilfe.
Zunächst stellte Michael Phiipp aus Berlin vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) Aktuelles zum Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit (NAPW) vor.

Nächster Programmpunkt war der Vortrag zur Ordnungsrechtlichen Unterbringung von Karl-Heinz Ruder, dem Kommunaljuristen und Stadtrechtsdirektor i.R.
Nach der Mittagspause zoomte sich Nora Sellner (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der TH Nürnberg) in unsere Runde, um über das Raumnutzungsverhalten von Menschen in Obdachlosigkeit während der Corona-Krise zu berichten.

Nächster Punkt war ein interessanter Vortrag von Dr. Peter Szynka (Diakonie Niedersachsen), mit dem Thema „Betteljuden“. Dabei ging es um „Schlaglichter zur Entwicklung des Polizeyrechts im Herzogthum Oldenburg (1802) und im Hochstift Wirzburg (1791)“ — also über eine historische Zusammenfassung aus Zeiten, als Obdachlosigkeit noch als eine Straftat geahndet werden konnte!

Der Nachmittag endete mit der Selbstvertretungs-Podiumsdiskussion zum Thema Ordnungsrechtliche Unterbringung.
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